laufende Ausstellungen
Filmplakate aus der ganzen Welt (1950 bis 200)
Gezeichnete und gemalte Kunstwerke aus der Sammlung Zentgraf (ENOS)
Klaus Dieter Zentgrafs Firma ENOS (Erde nachhaltige optimierte Systeme) hat ca. 60.000 Plakate, davon sind 20 % Filmplakate. In 40 Jahren sind Poster aus 35 Ländern gesammelt worden (so z.B. aus Mexiko, Argentinien, USA, Ägypten, Frankreich, Italien, Belgien, BRD, DDR, Polen, Türkei, Indien, Pakistan...). In dieser Ausstellung kann leider nur ein Bruchteil dessen gezeigt werden.
Wir haben uns auf im Entwurf gezeichnete / gemalte Filmplakate aus den Jahren 1950-2000 konzentriert. Für die Filmwerbung wurden „Gebrauchspapiere“ erstellt, die nur für wenige Tage / Wochen aufgehängt worden sind. Danach wurden sie meistens weggeworfen. Schon sehr bald haben dann wenige Sammler angefangen, diese Kunstwerke zu archivieren. 20, 30, 50 und 100 Jahre lagern nun solche Plakate in Schubfächer in Kellern oder auf Böden.
40 Kunstwerke der Filmwerbung werden nun für gut zwei Monate im Atelier am Schuhmarkt gezeigt. Vor der Auswahl mussten schwere Entscheidungen getroffen werden. Hunderte Filmplakate wurden gesichtet. Welche Kriterien waren für die Auswahl ausschlaggebend? Größe (20 cm x 30 cm bis 140 cm x 200 cm), Grafiker (Petzer, Casaro, Henning usw.), Länder (aus allen Kontinenten), Jahreszahl (1950-2000), Inhalt des Films, Art der Plakate (wie wurde das Thema umgesetzt) und die Rolle des Films in der Filmgeschichte.
Eine Besonderheit zeigt sich in der Entwicklung der Filmplakate in der BRD und der DDR in den Jahren 1970 bis 1990.
"Dadurch, dass die Ostblockstaaten ein wenig vom internationalen „Starsystem“ abgekoppelt waren, war die Filmplakat-Grafik im Osten nicht so vielen kommerziellen Interessen unterworfen. Im Westen entschieden Filmverleihe und Produktionsfirmen in der Regel über den Aufbau eines Filmplakates mit. Verträge - auch mit den Stars - legten oft fest, welcher Kopf oder welcher Name an welcher Stelle und in welcher Größe auf dem Plakat zu sehen sein sollte. Hier hatten alle, die im Auftrag des Progress-Filmverleihes der DDR arbeiteten, manchmal sogar mehr gestalterische Freiheiten als in den westlichen Ländern. Auch aus diesem Grund, bildete sich in vielen Ländern des Ostblocks, wie z.B. auch in Polen, eine eigenständige Plakat-Ästhetik aus. Diese umfasste im Wesentlichen den Bereich der Kulturplakate. In den 60er Jahren bildete sich in der DDR eine eigene Formensprache heraus, die durch das polnische und tschechische Plakat beeinflusst war. Mit der Wiedervereinigung war diese Plakatkultur schlagartig dem Untergang geweiht." (sinngemäß aus: www.filmposter-archiv.de)
Text: Klaus-Dieter Zentgraf
ATELIER AM SCHUHMARKT Rolf Sellmann
SCHUHMARKT 7
19348 PERLEBERG
Vernissage: Freitag, 27.02.26, 19 Uhr
Ausstellung bis zum 24.04.26
Öffnungstage: Mittwoch und Donnerstag, 14-17 Uhr
